Jahreshauptversammlung vom 06.06.2023

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Am 06.06.2023 fand die Jahreshauptversammlung 2023 statt. Mit dabei war bei dieser Veranstaltung in Husum neben Frau Lüth vom LBV und Herrn Jansen als Vertreter des Kreises Nordfriesland auch Minister SH Claus Ruhe Madsen.
Hier hatten die Anwesenden nach den Vorträgen die Gelegenheit Anregungen und Kritik loszuwerden. Die Vertreter des Vereins Sylter Unternehmer machten ihre Probleme mit Zugausfällen und -verspätungen und deren Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und Tourismus deutlich. Die Eingleisigkeit und das vorhandene Zugmaterial kann mit den Entwicklungen der Fahrgastzahlen nicht mithalten.
Britta Lüth vom LBV brachte alle Anwesenden für die einzelnen Bauabschnitte mit Erklärungen und Fotos auf den neuesten Stand.
Von allen Seiten wurden die derzeitigen Fortschritte des Ausbaus der B5 zwischen Tönning und Husum begrüßt, die nun endlich „erlebbar“ sind.
„Dafür gibt es kaum Gemecker über die derzeitige Umleitungssituation auf der B5.“, erklärte Rickmer Topf, 1. Vorsitzender des Vereins.

„Abwarten“, warf dazu der Vertreter des Kreises ein, „Wir haben noch keinen Sommer mit Ferien mit dieser Umleitungssituation erlebt.“ Hier werden sich Verzögerungen im Verkehrsfluss sicher nicht ganz vermeiden lassen.
Der Kreis Nordfriesland begrüßt ausdrücklich den Ausbau der B5 und dessen Fortschritte, mahnte aber auch, mit Adressat an das Ministerium, die Wasserwege und Häfen bei Ausbau der Infrastruktur nicht zu vernachlässigen.

Claus Ruhe Madsen verwies darauf, dass viele Infrastrukturprojekte vom Bund an das Land übertragen wurden, aber ohne die dazu notwendigen Mittel in ausreichender Höhe auch bereit zu stellen. Zudem müsse deutlich mehr Geld und Zeit als angenommen in die Sanierung der vorhandenen Straßen in Nordfriesland gesteckt werden.

Daher freu er sich besonders, dass der 3-streifilge Ausbau der B5 Wilster- Brunsbüttel gerade genehmigt wurde.

Unverständlich ist ihm, warum der Ausbau der A23 nicht auf die Liste der 144 Autobahnprojekte des Bundeverkehrswegenetztes 2030 aufgenommen wurde.
Die sei den Westküstern schwer zu vermitteln – gerade auch im Hinblick auf geplante Unternehmensansiedlungen.

„Die Westküste hat wahnsinniges Potential im Energiesektor.“ fährt der Minister fort. Damit sollten junge Fachkräfte angezogen und verlässliche „grüne“ Energien für Firmenansiedlungen zur Verfügung stehen. Bereits heute gibt es Vorzeigeunternehmen und Inovationsbetriebe, mit Visionen hier vor Ort. Er empfindet es als optimistischen Auftrag, der aber nur umsetzbar ist mit der entsprechenden Infrastruktur.

Der Verein Infrastruktur Vestkysten/ Westküste e.V. mit seinen 66 deutschen und dänischen Mitgliedern aus Kommunen und Wirtschaft wird sich deshalb weiter für den Ausbau der Straßenverbindung entlang der Westküste, zwischen Heide in Deutschland und Esbjerg in Dänemark und weitere Infrastrukturmaßnahmen aktiv ein.