Unfall bei Tönning: Nach Überholmanöver auf der B5: Motorradfahrer schwer verletzt

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Ohne Augenzeugen hätte vermutlich niemand so schnell die Unfallstelle von der B5 aus entdeckt, da sie von hohem Schilf verdeckt wurde.

Der 30-Jährige kam nach dem Wiedereinscheren von der Straße ab und stürzte in den Graben.

Tönning | Alarm für den Rettungsdienst des Kreises Nordfriesland am Sonnabend gegen 14 Uhr: Von der Bundesstraße 5 war über Handy-Notruf ein schwerer Motorradunfall gemeldet worden. Die zentrale Rettungsleitstelle Nord in Harrislee gab die Meldung sofort an die Rettungswache des Landkreises in Tönning weiter. Einsatzkräfte eilten auf die Hauptverkehrsader der Westküste und erreichten die Unfallstelle südlich von Tönning sehr schnell. Hier hatte die Polizei inzwischen eine Vollsperrung veranlasst.

Der Biker rutschte zwischen 80 und 90 Meter auf der Bankette neben der Fahrbahn entlang.“ Polizei

Und das war zuvor geschehen: Ein aus Richtung Süden kommender Motorradfahrer hatte ein vor ihm fahrendes Auto überholt. Beim Wiedereinscheren geriet der 30-Jährige über den rechten Fahrbahnrand hinaus. Nach Feststellungen der Polizei vor Ort rutschte der Biker dann „zwischen 80 und 90 Meter auf der Bankette neben der Fahrbahn entlang“. Anschließend durchfuhr er einen Schilfgürtel und geriet hernach in einen tieferen Graben, der zum Unfallzeitpunkt glücklicherweise nicht mit Wasser gefüllt war. Hier endete die Fahrt in einer Baumgruppe.

Ersthelfer waren sofort zur Stelle

Die schwere grüne-schwarze Kawasaki Ninja blieb total beschädigt einige Meter unterhalb der Schnellstraße liegen. Ohne Augenzeugen hätte vermutlich niemand so schnell die Unfallstelle von der B5 aus entdeckt, da sie von hohem Schilf verdeckt wurde. Die beiden Insassen des überholten Fahrzeuges, die den Unfall mit ansahen, stoppten ebenso wie weitere Autofahrer sofort und leisteten beherzt Erste Hilfe.

Nach längerer Versorgung durch das Rettungsteam unmittelbar am Einsatzort wurde der schwer verletzte Biker in das Westküstenklinikum Heide verlegt. Nachdem die Vollsperrung aufgehoben war, wurde der Verkehr im Wechsel an der Unfallstelle vorbeigeführt. Insbesondere aus Richtung Süden kam es dabei zu einem längeren Stau. Die Unfallstelle war nach einer Stunde geräumt.

Weiterer Motorradunfall im Tümlauer Koog

Mehr Glück hatte hingegen ein Motorradfahrer im Tümlauer Koog: Am Sonnabend kurz vor 15 Uhr geriet er dort bei einem Unfall zu Fall – und verletzte sich dabei zum Glück nur leicht. Die ebenfalls über Handy-Notruf alarmierte Rettungsleitstelle Nord schickte den in St. Peter-Ording stationierten Rettungswagen des Landkreises an die Unfallstelle auf der Koogchaussee.